intensivzeit


03.04.2007

So, nun war ich 12 lange Stunden an deinem Bettchen gesessen.Als ich heute morgen zu dir kam, warst du schon extubiert, es war schön einen Schlauch weniger zu sehen. Du hattest sogar schon aus der Flasche getrunken. Und leider schlug mit deinem "Fitwerden" auch wieder dein Temperament durch. Du versuchtest dir mit allen Kärften sämtliche Leitungen und Schläuche und vor Allem die Sauerstoffbrille rauszureissen. Zum Schutz wurden dir noch einige Überwachungen entfernt.

Leider magst du immer noch nicht Sekret abhusten, ich habe dich heute viele Male inhalieren lassen, aber mehr wie ein klitzekleines Hüsteln war dir nicht zu entlocken. Hoffe das bessert sich morgen noch.

Durfte dir auch drei Mal die Flasche geben - jeweils mit 90 ml.

Weiterhin wurden dir über den Tag verteilt schon ganz viele Medikamente abgesetzt. Für die Schmerzen bekommst du nur noch Novalgin und kein Morphium mehr. Ich hätte mir nie träumen lassen,dass dieser heftige Eingriff so "leicht" an dir vorbeigeht.

Solltest du morgen tatsächlich schon die Drainagen und den Blasenkatheter loswerden, so siehst du schon wieder fast normal aus.

Ich freue mich schon auf morgen!!!!!

 

 

04.04.2007

Das war ein langer Tag. Bin heute morgen um 8 Uhr zu dir rüber und eben erst - es ist jetzt 21:30 Uhr wieder auf min Zimmer. Du hattest heute morgen schon beide Drainagen gezogen - ich war überglücklich - und obwohl du gerade mit allerheftigsten Bauchschmerzen zu kämpfen hattest, schenktest du mir ein Lächeln. Dein Bachweh hat uns den kompletten Vormittag auf Trab gehalten.

Bauchmassage alleine, Bauchmassage mit Kümmelöl, Darmrohr zum Luft ablassen und zuletzt Babylax zum Abführen. Das Letzte hat dann nach gut 1,5 Stunden Einwirkzeit zum Erfolg geführt. Mittags bekamst du von mir ein halbes Apfelglas, aber schon bei der anschließenden Milch hast du es wieder erbrochen. Inklusive dem Schleim, auf den wir nun seit 2 Tagen warten. Auch den Abendbrei hast du eher verweigert - nach 4 Löffeln war Schluss und Milch wolltest du auch nicht trinken. Dafür hast du dann aber nochmal eine ganze Menge an Schleim erbrochen.

Am Nachmittag haben wir noch einen ganz kleinen Mitbewohner mit aufs Zimmer bekommen. Ein 5 Tage altes Baby welches morgen früh eine Herz-Not-OP bekommen soll.

Da der kleine ganz engmaschig kontrolliert werden muss und dein Schlaf dadurch gestört wäre, sind wir noch in ein anderes Zimmer umgezogen. Zur "großen" Emily - die darf morgen aber schon nach Hause.

Übrigens haben sie dir heute Mittag dann auch den Blasenkathether gezogen. Nun hoffe ich dass du eine gute Nacht hast, da du vorhin schon wieder ziemlich gebläht hast.

Jetzt lege ich mich aber ins Bett, denn ich bin ziemlich erschöpft und müde.

 

05.04.2007

Heute bin ich schon um 7:30 Uhr bei dir gewesen und es war gut so. Du warst ziemlich quengelig - aber sonst ging es dir bestens. Trinken magst du im Moment nicht  so richtig, aber es kann ja nicht Alles gleich bestens sein. Um 9:30 Uhr habe ich es endlich geschafft dass du schliefst und ich gönnte mir mein Frühstück. Kaum hatte ich ins Brötchen gebissen kam Papa um die Ecke und sagte mir, dass die Schwester gerade gesagt hat, dass wir nun auf die H5 kommen. Dr. B. schallte dich noch schnell um zu sehen, dass alles in Ordnung ist. Und er sagte uns, das kein Rest-VSD zu erkennen ist. Mit Freude haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind auf die H5 umgezogen. Obwohl ich sagen muss, dass vom ganzen Klima her die H3 schon wesentlich angenehmer war.

Als du auf der H5 erstversorgt warst und von mir mit Obst gefüttert worden bist, bin ich dann mit Papa noch eine Kleinigkeit essen gegangen und habe mein Zimmer im Elternhaus geräumt, denn nun darf ich wieder bei dir im Zimmer schlafen.

Vorhin war Onkel Frank und dein Cousin Denis zu besuch. Denis durfte aber nicht auf Station, da er noch keine 14 Jahre alt ist.  Somit wurde es leider ein recht kurzer Besuch.

Zwischendurch musstest du auch noch zum Röntgen, so konnte Denis wenigstens einen kurzen Blick auf dich werfen. Das Röntgen war für mich wieder die Hölle, da man dich  - selbst so kurz nach der Op in diese Röhre klemmte und hinhängte.

Als wir wieder nach oben kamen verabschiedete sich dein Onkel schon wieder und ich packte zum dritten Mal meine Tasche aus. Dann sprang ich noch schnell ins Casino um mir mein Lunchpaket fürs Abendessen auf Station zu holen.

Jetzt vertreiben wir uns gerade die Zeit miteinander und werden auf den Abend warten. 

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