nikolaus


Der 6. Dezemberkam kam rasend schnell und Papa fuhr uns um 8:30 Uhr nach HD in die Kinderklinik.

Dort angekommen meldeten wir uns an und bekamen dann auf der H5 unser gemeinsames Zimmer. Eine halbe Stunde später bekamen wir noch eine junge Mama mit einem kleinen Herzmädchen mit aufs Zimmer. Ihr stand schon die große OP bevor.

Jetzt begann der Untersuchungsmarathon und du wurdest den ganzen Tag vom Schlafen abgehalten. Erst wurde ein EKG geschrieben - dann ging es wieder aufs Zimmer. Du warst gerade am einschlafen wurden wsir zum Röntgen geschickt. Das war der blanke Horror! Man klemmte dich in ein halbes Plastikrohr. Die Arme nach Oben festgeschnallt, die Beine nach Unten, damit du dich nicht mehr bewegen kannst und dann wie ein Stück Fleisch vor den Röntgenapparat geschnallt. Ich musste mich sehr zusammenreissen diese Folter mit anzusehen. Nach dieser Tortour durften wir wieder aufs Zimmer nach Oben.

Vor Erschöpfung bist du dann tatsächlich eingeschlafen und konntest dann sogar knapp über eine Stunde schlafen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und ging mit der anderen Mami etwas Essen. Nach meinem Essen hast auch du mal wieder Hunger gehabt und ich habe dich gefüttert.

Leider plagten dich nach wie vor ziemlich Bauschmerzen, welche ich nur mit Massage etwas lindern konnte. Mitten in der Massage kam der Stationsarzt, der dich noch einigen Studenten vorstellen wollte. Nachdem jeder mal an dir Hören "üben" durfte, sollten wir nach unten zum Echo kommen. Nach dieser Untersuchung warst du wieder ganz durcheinander und hast viel geschrien. Irgendwann bist du dann eingeschlafen, doch auch dieser Schlaf wurde durch den nächsten Arzt gestört, der uns ins Laborzimmer zum Blut abnehmen und Zugang legen orderte. Ich durte nicht mit ins Zimmer - gab jedoch noch die Bitte mit, den Zugang nicht am Kopf zu legen - leider wurde dieser Wunsch ignoriert, da dies für die Ärzte die einfachste Stelle ist.

Am Abend kam Papa wieder ins Krankenhaus und brachte mir die Filmaufzeichnung vom Nikolausbesuch bei Lukas mit.  Ich hätte wieder mal nur heulen können - wie so oft in den letzten Monaten.

Jetzt kam die Nacht vor dem Herzkatheter - du hast sogar relativ gut geschlafen, aber ich lag fast die ganze Nacht wach, da im Nachbarzimmer ein Säugling fast die ganze Nacht schrie. Um 4 Uhr durfte ich dich zum letzten Mal füttern. Kurz nach 8 musste ich dich runter zum Herzkatheter bringen. Es war für mich als ginge ich zu meinem eigenen Begräbnis - die Tränen rollten. Ich musst dich auf eine Behandlungsliege legen und dann den Raum verlassen. Gute 5 Stunden würde es dauern bis ich dich wieder sehe - hieß es.

Um auf andere Gedanken zu kommen ging ich mit Steffi (so hieß die andere Mama) einen Kaffe trinken und eine Kleinigkeit essen. Mir blieb zwar fast jeder Bissen im Hals stecken, aber der Kaffee tat mir gut.

Als wir wieder auf unserem Zimmer waren versuchte ich zu lesen - ging nicht - versuchte zu schlafen - ging auch nicht - aber glücklicher Weise wurdest du nach "nur" 3 Stunden wieder zu mir gebracht.

Du warst ziemlich aufgebracht - und als ich sah, dass sie dir dann doch einen Zugang in die Hand gelegt hatten, weil der am Kopf zugegangen war, war ich auch ziemlich sauer. Essen durftest du noch nicht und somit bekamst du noch Glucose über den Zugang.

Mit viel Geduld habe ich dich dann zum Schlafen gebracht.

Gegen 15 Uhr kam der Arzt, der dich Untersucht hat und hat mir mitgeteilt, dass sie große Schwierigkeiten hatten dich ruhig zu stellen. Du bist auf die Sedierung nicht angesprungen. Das Ergebnis der Herzkatheteruntersuchung war den Berichten der Echos recht ähnlich, jedoch wurde mir mitgeteilt, dass man mit der OP nicht mehr all zu lange warten möchte. Es soll auf jeden Fall im ersten Quartal des Jahres 2007 statt finden.

Nun kam die Nacht und ich machte stundenlange Wanderungen auf dem Krankenhausflur. Du hast Stunde um Stunde gebrüllt. Zum einen waren es deine Bauchprobleme zum Anderen die Nachwehen von Medikamenten. Es war eine absolut Horrornacht.

Gegen 3:40 Uhr hast du endlich in den Schlaf gefunden.

Drei Stunden später haben sie schon die kleine Fabienne zur OP abgeholt. Und ich kämpfte wieder mit den Tränen.

Nachdem deine Einstichstelle vom Katheter gut ausgesehen hat durften wir um 12 Uhr nach Hause mit dem Auftrag in einer Woche telefonisch nach deinem OP-Termin zu fragen.

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