u2


Am 9. August wurden wir zur U2 geholt. Der zweite Baby-TÜV stand an. Deine Reflexe wsaren alle bestens in Ordnung aber beim Abhören benötigte der Kinderarzt recht viel Zeit. Nach einigen Minuten teilte er uns mit, dass er da ein Geräusch hört, welches dort nicht hingehört und es müsst kardiologisch abgeklärt werden.

Der niedergelassene Kinderkardiologe war zu unserem Pech in Sommerurlaub somit blieb nur das Klinikum. Du bekamst für den nächsten Tag um 10 Uhr einen Termin und der dich untersuchende Kinderarzt Dr. L. beruhigte uns noch einmal, dass er davon ausgeht, dass es nur eine Kleinigkeit ist.

Du kannst es dir sicher nicht vorstellen, aber für Papa und mich brach eine Welt zusammen. Papa war noch etwas ruhiger und hoffte auf die Aussage des Kinderarztes, aber ich weinte nur noch.

Die ganze Nacht machte ich kein Auge zu - ich hatte einfach furchtbare Angst um dich. Am nächsten morgen kam Papa früh ins Krankenhaus um dabei zu sein, wenn es ins Klinikum geht. Ich konnte auch durchsetzen, dass ich mit durfte - trotz des relativ frischen Kaiserschnittes.

Um kurz nach 9 wurden wir mit einem Transportschein per Taxi ins Klinikum gebracht. Wir wurden dort in der Kinderkardiologischen Ambulanz in Empfang genommen. Erst wurde ein EKG geschrieben und dann führte Frau OÄ Dr. W. die erste Echokadiografie bei dir durch.

Leider bestätigte sich meine Angst und uns wurde mitgeteilte, dass du einen großen Ventrikelseptumsdefekt mit erhöhtem Shuntvolumen hast. Weiterhin bestand die Vermutung dass deine lungenarterie zu eng sei.

Wir durften dich nicht mehr mitnehmen. Du wurdes im Klinikum auf der Station 28-4 aufgenommen. Es wurde uns furchtbar viel erklärt, aber uns liefen nur die Tränen. Es war alles wie im Film, wir konnten das alles gar nicht wahrhaben und verstanden haben wir zu diesem Zeitpunkt sowieso nocht nichts.

 

 

 

Gegen den Willen der Ärzte im Diakoniekrankenhaus liess ich mich entlassen um möglichst viel Zeit bei dir verbringen zu können. Leider konnte ich die Nächte  nicht bei dir sein, da alle Mu-Kind-Zimmer belegt waren.

Da du ziemlich schwach warst konnte ich dich nur wenige Male stillen und musst dann schon bald auf abpumpen umstellen. Es war eine Qual, aber für dich hätte ich alles getan.

Zum Glück hatten wir ja unsere Super-Oma, die  sich in dieser harten Zeit mit voller Hingabe um deinen großen Bruder gekümmert hat.

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